Wenn man abends im Garten sitzt und den Tag ausklingen lässt, kann man sie bei ihren akrobatischen Flügen beobachten: Fledermäuse. Haben Sie sich in solchen Momenten auch schon gefragt, ob Fledermäuse im Garten gut oder schlecht sind? Schliesslich ranken sich doch einige Mythen um die fliegenden Säuger. Das Wichtigste vorab: Fledermäuse sind sogar richtig nützlich und besonders schützenswert. Wieso das so ist und wie man die Tiere unterstützen kann, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Die Fledermaus – ein faszinierendes Lebewesen

Fledermäuse sind einzigartig. Denn die scheuen Tiere sind die einzigen Säuger, die aktiv fliegen können. Und grössere Arten sehen, entgegen weitverbreiteter Meinung, bis zu dreimal besser als der Mensch – und das sogar in der Nacht.
Zudem nutzen sie die Echoortung, um ihre Beute zu verfolgen und um Hindernisse gekonnt zu umfliegen. Sie verfügen also über richtige Superkräfte.

Quelle Bilder:
Zwergfledermaus: Wikimedia
Breitflügelfledermaus: Wikimedia

Was tun, wenn man Fledermäuse hat?

Was ist zu tun, wenn man Fledermäuse im Garten hat? Ganz ehrlich: sich freuen! Denn die Tiere sind hungrig und auf ihrem Speiseplan stehen Insekten wie Mücken und Falter oder Schnaken und Raupen.
Dass Mücken echte Plagegeister sind, wissen wir alle. Und wir sind sicherlich nicht traurig darüber, wenn wir nicht von den kleinen Blutsaugern gestochen werden. Falter, Schnaken und Raupen hingegen sind für uns zwar harmlos, können aber unsere Gartenpflanzen schädigen. Die Fledermaus schützt also unsere Pflanzen und hält uns lästige Insekten vom Leib. Sie ist ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Biodiversität.

Fledermäuse selbst sind übrigens absolut ungefährlich für uns. Sie beissen nur, wenn sie sich bedroht fühlen und sie saugen auch niemandem das Blut aus. Lediglich Vampirfledermäuse ernähren sich von Blut. Keine der rund 30 in der Schweiz vorkommenden Arten gehört jedoch dieser Gattung an. Um Vampirfledermäuse zu finden, müsste man schon nach Lateinamerika reisen. Wenn Sie hier in der Schweiz einer Fledermaus begegnen, dürfen Sie das interessante Tier also ganz entspannt beobachten.

Quelle Bild Vampirfledermaus: Wikimedia

Warum sind Fledermäuse bedroht?

Fledermäuse sind vom Aussterben bedroht. Wie bereits erwähnt, ernähren sich die Säuger von Insekten. Deren Bestand ist aber durch den Einsatz von Insektiziden und durch den Rückgang insektenfreundlicher Lebensräume drastisch gesunken, was den Fledermäusen die Nahrungsgrundlage entzieht. Aufgrund moderner Bauten und beleuchteten Siedlungen machen wir es den Flugtieren ausserdem schwer, Unterschlupf zu finden und sich zu orientieren.

Wie kann ich Fledermäuse in meinen Garten locken?

Fördern Sie die Biodiversität in Ihrem Garten, um Fledermäuse anzulocken und somit den Erhalt der Tiere zu unterstützen. Wir verraten Ihnen, was Sie tun können, um Fledermäusen ein geeignetes Zuhause zu bieten:

Fördern Sie die Bedingungen, um Insekten anzulocken

Es gibt zahlreiche Pflanzen, die nachtaktive Insekten anlocken und so für genügend Nahrung für Fledermäuse sorgen. Holunder oder Nachtkerze sind nur wenige Beispiele einer ganzen Vielfalt. Auch Gartenkräuter wie Minze, Schnittlauch oder Salbei locken Insekten an und können dazu auch noch vielseitig verwendet werden.

Quelle Bilder:
Holunder: Pixabay
Schnittlauch: Pixabay
Salbei: Pixabay

Wie wäre es ausserdem mit einem Teich? Oder bei weniger üppigen Platzverhältnissen mit einem Miniteich? Rund um Gewässer tummeln sich immer viele Insekten, sodass der Tisch für die Fledermäuse reichlich gedeckt wird. Wie man einen Miniteich anlegt, können Sie übrigens in diesem Blogbeitrag nachlesen.

Verzichten Sie auf Pflanzenschutzmittel

Lassen Sie der Natur freien Lauf und vermeiden Sie die Nutzung von Pesti- und Insektiziden. Insbesondere Insektenschutzmittel sind wenig förderlich, wenn Sie den Fledermäusen nicht ihre Nahrung entziehen möchten.

Schaffen Sie Unterschlüpfe für Fledermäuse

Gerade moderne Bauten machen es den Fledermäusen schwer, Unterschlupf zu finden. Um den geflügelten Säugern zu helfen, können Sie Baumhöhlen, Keller oder gar Ihren Dachboden mit speziellen Ziegeln zugänglich machen. Oder Sie bringen an einer Giebelwand oder in Bäumen ein Fledermausbrett, einen Flachkasten oder einen Höhlenkasten an. Diese können Sie im Fachhandel erwerben oder, wenn Sie mögen, auch selbst bauen.

Quelle Titelbild: Pixabay

Unsere Berater sind gern für Sie da. Kontaktieren Sie uns und gemeinsam finden wir heraus, was zu Ihren Gartenbedingungen passt.

Wenn Sie Unterstützung wünschen, sind unsere Gartenbauer für Sie da. Wir helfen Ihnen in und rund um Zürich beim Anlegen eines Teichs.

Aber natürlich! Gartenpflege ist eine unserer Leidenschaften und die Profis der GGZ Gartenbau Genossenschaft aus Zürich freuen sich darauf, Ihnen bei Ihrem Vorhaben zu helfen.