Nicht selten ist man etwas erstaunt, wenn im Garten urplötzlich Pilze aus dem Boden schiessen. Und man fragt sich zurecht, woher kommen die weissen, braunen oder gar roten Hüte, die da aus der Erde ragen? Und ist es wirklich notwendig, sich darüber Gedanken zu machen? Besteht vielleicht sogar Handlungsbedarf? Fragen über Fragen. Wir klären sie in diesem Blogbeitrag.
Sind Pilze im Garten ein gutes Zeichen?
Pilze im Garten sind zunächst einmal weder gut noch schlecht. Es ist ganz natürlich, dass sie ab und an auftauchen. Sie sind nämlich Teil eines komplexen Ökosystems. Sie bauen organisches Material ab, fördern den Nährstoffkreislauf und helfen, abgestorbene Pflanzenreste zu zersetzen.
Oft treten Pilze nach längeren Regenfällen oder in feuchten Herbstwochen auf. Die Kombination aus Feuchtigkeit, organischem Material und angenehmen Temperaturen bietet ideale Bedingungen für das Wachstum der Fruchtkörper, die wir als Pilze sehen. Das eigentliche Pilzgeflecht, das sogenannte Myzel, lebt jedoch unsichtbar im Boden und breitet sich dort ganzjährig aus.
Sollten die Fruchtkörper allerdings auch nach längerer Trockenheit oder über Wochen hinweg immer wieder erscheinen, kann dies auf tieferliegende Ursachen hinweisen. Etwa auf zu viel Feuchtigkeit im Boden oder auf Staunässe, was das Ergreifen von Massnahmen notwendig macht. Um Sie in diesem Fall weiter zu unterstützen, stehen Ihnen die Fachleute der GGZ Gartenbau Genossenschaft aus Zürich gern zur Verfügung.
Sind die Pilze im Garten giftig?
Pilze im Garten können giftig oder auch essbar sein. Dass sie im Garten wachsen, ist leider keine Garantie für die eine oder andere Option. Während der gemeine Riesenschirmling beispielsweise essbar ist, kann der Grüne Knollenblätterpilz zu schweren Vergiftungen führen – und beide kommen im Garten vor. Ob das problematisch ist, hängt ganz davon ab, ob Sie beispielsweise Kinder oder Tiere haben, die sich im Garten aufhalten. Falls Sie in Betracht ziehen, die Pilze zu essen, ist es ratsam, einen Experten zu Rate zu ziehen, um Vergiftungen zu vermeiden.
Welche Pilzarten sind typisch für den Garten?
In einem Garten gibt es verschiedene Pilzarten, die je nach Bodenbeschaffenheit auftreten. Doch welche sind typisch?
Folgezersetzer – die Nützlichen
Folgezersetzer sind in Gärten oft anzutreffen und willkommene Helfer. Denn sie zersetzen abgestorbenes Material und führen Nährstoffe in den Boden zurück. Daher sind sie äusserst wertvoll für ein gesundes Ökosystem. Sobald alles Material zersetzt wurde, verschwinden diese Pilze auch wieder.
Mykorrhizapilze – Pilze mit Benefits
Weiter sind da auch noch die sogenannten Mykorrhizapilze, die eine Symbiose mit Bäumen und Sträuchern eingehen und für deren Überleben eine wichtige Rolle spielen. Sie versorgen die Wurzeln mit Mineralstoffen und Wasser und erhalten im Gegenzug Zucker. Diese Verbindung stärkt die Pflanzen und macht sie widerstandsfähiger. Der bekannte Fliegenpilz etwa lebt in Symbiose mit Birken. Er ist also kein Zeichen von Krankheit, sondern Teil eines funktionierenden Naturkreislaufs.

Quelle Bild Fliegenpilz: Pixabay
Parasitäre Pilze – hier muss hingeschaut werden
Und dann gibt es die parasitären Pilze. Einige davon sind harmlos, andere müssen durchaus ernst genommen werden. Weil es den Rahmen dieses Blogbeitrags sprengen würde, können wir hier nicht auf alle Arten eingehen. Aber grundsätzlich gilt: Im Zweifelsfall immer eine Fachperson fragen, ob der Pilz parasitär ist und wie Sie am besten handeln.
Wie kann ich Pilze im Garten beseitigen?
Wie Sie Pilze im Garten beseitigen können, hängt von der Situation ab. Im besten Fall müssen Sie die Pilze gar nicht beseitigen, denn Pilze gehören zu einer biodiversen und stabilen Natur dazu. Solange keine Schäden an anderen Pflanzen sichtbar sind, stellen die Pilze in der Regel auch keine Gefahr dar. Es gibt aber auch Sorten wie der Hallimasch, die ein Warnzeichen sind. Am besten erkundigen Sie sich bei einer Fachperson, ob Sie die entsprechende Sorte beseitigen sollen und wie Sie das tun können, ohne den anderen Pflanzen und Lebewesen in Ihrem Garten zu schaden.
Die meisten Pilze mögen Licht und Wärme. Es gibt aber auch Sorten, die damit weniger gut zurechtkommen. Dann kann es helfen, die Sträucher und Bäume im befallenen Bereich zurückzuschneiden, damit der Platz nicht mehr im Schatten liegt.
Das wohl vernünftigste Vorgehen ist aber das Entfernen der Hüte. Falls die spriessenden Pilzköpfe stören, können Sie, mit Handschuhen und einem guten Werkzeug bewaffnet, die Köpfe abschneiden. Achten Sie dabei aber darauf, dass Sie die Pilze nicht zu sehr bewegen und entsorgen Sie diese im Hauskehricht: Die Sporen verbreiten sich einfach und bei nicht behutsamem Vorgehen können am Ende mehr Pilzgeflechte wachsen.

Quelle Bild Hallimasch: Wikimedia
Die Gartenpflege-Profis der GGZ Gartenbau Genossenschaft aus Zürich schauen sich das gern näher an und treffen bei Bedarf die passenden Massnahmen.
Keine Sorge. Unsere Gartenpfleger beseitigen die potenziellen Gefahrenquellen aus Ihrem Garten – sowohl in der Stadt Zürich als auch auf dem Land.
Nicht immer. Manche Pilze leben in Symbiose mit Bäumen, andere deuten auf Fäulnis oder Wurzelfäule hin. Die Experten der GGZ Gartenbau Genossenschaft aus Zürich können feststellen, ob Gefahr für den Baum besteht und wie Sie vorgehen sollten.











