Träumen Sie von frischen Kräutern aus dem eigenen Garten? Etwas Basilikum zum Tomatensalat oder Zitronenmelisse für den selbstgemachten Eistee? Klingt herrlich. Die Motivation, ein Kräuterbeet anzulegen, ist oft gross. Umso frustrierender ist es, wenn die Pflanzen nach kurzer Zeit vertrocknen und unansehnlich wieder aus der Erde geholt werden müssen. Doch keine Sorge: Das liegt nicht immer an einem fehlenden grünen Daumen. Wir zeigen Ihnen, woran es noch liegen kann, und geben unsere besten Tipps für ein gesundes, duftendes Kräuterparadies.
Warum gehen meine Kräuter immer ein?
Die Gründe, weshalb Ihre Kräuter eingehen, können vielseitig sein. Zu wenig Pflege, zu viel Sonne, zu wenig Wasser – oder das genaue Gegenteil. Häufig liegt das Problem jedoch nicht an Ihrem grünen Daumen, sondern daran, dass die Pflanzen zu den falschen Nachbarn gesetzt werden. So kann es passieren, dass Kräuter, die dieselben Nährstoffe brauchen, sich gegenseitig die Nahrungsgrundlage entziehen. Oder genügsame Pflanzen und solche mit grossem Wasserbedarf werden zusammen gesetzt – dann verdurstet entweder die eine oder die andere wird ertränkt. Das A und O liegt also darin, die richtigen Kräuter nebeneinander zu pflanzen und sogenannte Mischkulturen anzulegen.
Wie lege ich einen Kräutergarten an?
Wie genau Sie Ihren Kräutergarten anlegen, hängt ganz von Ihren Bedürfnissen und Ihrem Platzangebot ab. Möchten Sie ein klassisches Beet im Garten? Oder doch lieber Töpfe und Kübel auf dem Balkon? Vielleicht denken Sie aber auch an ein Hochbeet?
Wenn es nicht nur funktionell, sondern auch dekorativ sein soll, bieten sich ein Kräuterrad oder eine Kräuterspirale an. Beide Varianten sind hübsch anzusehen und platzsparend. Auch ein vertikaler Garten eignet sich gut für kleinere Flächen.
Wichtig zu wissen: Mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Oregano mögen es sonnig und trocken. Andere Arten wie Basilikum oder Minze bevorzugen halbschattige Plätze und etwas mehr Feuchtigkeit. Achten Sie beim Planen darauf, wer welche Bedingungen bevorzugt oder lassen Sie sich vom Team der GGZ Gartenbau Genossenschaft aus Zürich beraten.
Welche Kräuter passen zusammen ins Beet?
Nicht alle Kräuter vertragen sich gleich gut. Einige fördern sich gegenseitig, andere kommen sich in die Quere. Hier ein kleiner Überblick, welche Kräuter Sie zusammen pflanzen können und welche sich nicht so gut vertragen:
Die Aromatischen
Oregano, Petersilie und Rosmarin ergeben ein echtes Mittelmeer-Trio. In dieser Kombination bringen Sie Italien ohne Mühe direkt in die Küche.
Thymian und Salbei passen auch prima zueinander. Rosmarin und Oregano können hier auch ihren Platz finden. Allerdings mögen sich Salbei und Basilikum nicht. Diese machen sich gegenseitig das Leben schwer.
Estragon versteht sich gut mit Thymian, weniger jedoch mit Petersilie. Und Majoran sollte lieber nicht mit Thymian oder Oregano kombiniert werden, passt aber gut zu Petersilie.
Die Klassischen
Zitronenmelisse und Schnittlauch sind in fast jeder Küche anzutreffen – und sie verstehen sich auch im Beet prächtig. Bohnenkraut lässt sich ebenfalls gut mit Zitronenmelisse kombinieren.
Die Herausfordernden
Lavendel ist nicht jedermanns Sache in der Küche, duftet aber wunderbar und wirkt abschreckend auf Schädlinge. Allerdings nimmt er viel Raum ein. Zwar verträgt er sich mit Rosmarin oder Salbei, sollte aber mit genügend Abstand gepflanzt werden.
Vorsicht ist auch bei Pfefferminze geboten. Sie breitet sich über unterirdische Ausläufer aus und kann extrem schnell überhandnehmen. Am besten pflanzen Sie sie einzeln in einem Topf. Oder zumindest mit Wurzelsperre im Beet.
Quelle Bild Lavendel: Pixabay
Welche Kräuter pflanzt man wann?
Zwischen März und Mai können die meisten Kräuter direkt ins Freiland gesät werden. Im Haus vorgezogene Kräuter können zwischen Mitte April und Anfang Mai eingesetzt werden. Mit mediterranen Kräutern sollte allerdings bis nach den Eisheiligen gewartet werden, da sie es gern warm mögen und empfindlich auf Frost reagieren.
Wie pflegt man einen Kräutergarten?
Die gute Nachricht zuerst: Kräuter sind grundsätzlich pflegeleicht. Mediterrane Sorten bevorzugen eher trockene Bedingungen, grossblättrige Pflanzen wie Basilikum benötigen dafür etwas mehr Wasser.
Je magerer der Boden ist, desto aromatischer werden die Kräuter. Zu viel Dünger ist in diesem Fall also kontraproduktiv. Wenn nötig, greifen Sie auf speziellen Kräuterdünger oder natürlichen Brennnesselsud zurück.
Mehrjährige Kräuter sollten regelmässig zurückgeschnitten werden. Besonders Lavendel braucht Pflege, damit er nicht verholzt und schön buschig bleibt.
Wunderbar. Die Gestaltungsprofis der GGZ Gartenbau Genossenschaft aus Zürich lieben kreative Projekte und entwickeln vielfältige Kräuterideen für Sie.
Lassen Sie uns dieses Projekt gemeinsam angehen. Auch auf kleinem Raum lassen sich aromatische, nützliche Kräuter bestens anpflanzen.
Wir helfen Ihnen, wenn Sie nicht mehr weiterwissen. Eingehende Pflanzen können auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein. Unser Gartenbau-Team weiss Rat und pflegt Ihren Garten – in und rund um Zürich.








