Beinahe jeder freut sich, wenn sich die pelzigen, laut surrenden Insekten an den Blumen im Garten sattessen. Sie gelten als friedfertig und ihr etwas plumpes Auftreten sorgt für gute Laune – die Rede ist von den Hummeln. Doch Hummeln können weit mehr, als uns zum Schmunzeln bringen. Sie fördern nämlich nicht nur die Biodiversität, sondern sie haben auch das Potenzial, richtig üppige Ernten zu ermöglichen. Welche Superkräfte Hummeln besitzen und wie Sie die Tiere in Ihrem Garten fördern können, zeigen wir Ihnen jetzt.

Was ist so besonders an Hummeln?

Warum sind Hummeln so besonders? Die kleinen Brummer wirken auf den ersten Blick eher unscheinbar, gemütlich und etwas tollpatschig. Doch die zu den echten Bienen gehörende Gattung hat es faustdick hinter den Ohren. Nicht nur, dass sie bereits im Februar bei zwei oder drei Grad Celsius ausfliegen und auf Nahrungssuche gehen können, sie trotzen auch Wind und Wetter und sind selbst dann anzutreffen, wenn andere Insekten die Situation lieber aussitzen. Hummeln sind ausserdem wenig anspruchsvoll und so finden sie bei vielen verschiedenen Blüten Nahrung. Nicht zuletzt sind die Tiere äusserst friedfertig – aber lassen Sie sich davon nicht täuschen. Im Bedarfsfall kann auch die Hummel zustechen.

Gibt es viele Hummelarten in der Schweiz?

Weltweit sind etwa 400 verschiedene Hummelarten bekannt. Und allein in der Schweiz sind ca. 40 Arten vertreten. So gibt es beispielsweise Baumhummeln, Erdhummeln oder Ackerhummeln. Unterscheiden kann man die meisten anhand der Anzahl und Farben ihrer Streifen.

Quelle Bilder:
Baumhummel: Wikimedia
Erdhummel: Wikimedia
Ackerhummel: Wikimedia

Sind Hummeln nützlich?

Hummeln sind nicht nur nützlich, sie tragen auch einen ganz grossen Teil zur Biodiversität und zu unserem Ökosystem bei und sind daher äusserst wichtig. Wie bereits erwähnt, sind die flauschigen Insekten echte Frühaufsteher und trotzen auch widrigen Bedingungen. Aber nicht nur das: Sie haben generell eine kurze Ruhezeit, was bedeutet, dass sie auch im Herbst lange aktiv sind. Sie bestäuben also sowohl Früh- wie auch Spätblüher, was sie besonders wertvoll macht. Zudem fliegen sie viele verschiedene Pflanzenarten an und transportieren dadurch mehrere Pollenarten gleichzeitig. Das ist vor allem bei Sorten wichtig, die zur Fruchtbildung eine zweite Pollenart benötigen. Die Ernte fällt dadurch oft reicher aus.

Hummeln – vom Aussterben bedroht

So nützlich sie sind, so stark sind Hummeln leider vom Aussterben bedroht – wie viele andere Insektenarten auch. Denn Magerwiesen, Wildblumen und naturnahe Gärten werden immer seltener. So wird es immer schwieriger für die flauschigen Tiere, Unterschlupf oder genügend Nahrung zu finden. Gerade wenn andere Insekten wie Honigbienen sich von denselben raren Ressourcen im selben Zeitraum ernähren, kann das der Hummel zum Verhängnis werden und sie verhungert. Aber auch Pestizide oder gewisse Düngerarten machen den Tieren das Leben schwer.

Wie kann ich Hummeln in meinem Garten ansiedeln?

Mit den richtigen Bedingungen lässt sich Ihr Garten in ein kleines Hummelparadies verwandeln. Lassen Sie zum Beispiel Naturwiesen stehen oder pflanzen Sie eine Vielzahl verschiedener Wildblumen, die über das ganze Jahr verteilt blühen. Viele dieser Pflanzen gedeihen auch in Töpfen oder Blumenkästen. Ideal also auch für Balkone und Terrassen.

Im Frühling sind beispielsweise Krokusse oder Winterlinge sehr beliebt, ab Mai bis in den Herbst hinein eignen sich Hornklee, Flockenblumen oder Feldrittersporn. Wenn Sie genau wissen möchten, welche Blumen sich eignen oder wie Sie Ihren Garten nicht nur hummelfreundlich, sondern auch ästhetisch gestalten, stehen Ihnen die Profis der GGZ Gartenbau Genossenschaft aus Zürich gern zur Seite.

Hummeln nisten zudem gern in Gartenmauern mit Hohlräumen oder in Asthaufen. Auch sogenannte Hummelhotels sind eine gute Option. Verwenden Sie dafür zum Beispiel alte Weinkisten, die Sie mit Kleintierstreu und einer Kugel aus Polsterwolle oder gewaschenem Moos ausstatten. Wichtig ist, dass das Hotel an einem schattigen, geschützten Ort steht und dass der Nesteingang nach Osten zeigt. Blumentöpfe sind hingegen weniger geeignet, da sie das empfindliche Nest nicht ausreichend vor Wetter und Umwelteinflüssen schützen und somit indirekt zerstören können.

Quelle Bilder:
Krokusse: Pixabay
Winterlinge: Pixabay
Flockenblumen: Pixabay
Feldrittersporn: Pixabay

Aber selbstverständlich! Die Gestaltungsprofis der GGZ Gartenbau Genossenschaft aus Zürich freuen sich, wenn sie Ihren Garten in ein Hummelparadies verwandeln dürfen.

Da helfen unsere Gartenpfleger gern weiter. Mit ihrer umfangreichen Expertise finden sie das geeignete Mittel, um Ihren Garten zu schützen und dennoch keine Nützlinge zu schädigen.

Wir übernehmen die Gartenpflege gern für Sie. Fragen Sie uns an – auch dann, wenn Sie nicht in Zürich wohnen.