Wann haben Sie das letzte Mal Schmetterlinge in Ihrem Garten gesehen? Und wie viele verschiedene Arten haben Sie erkannt? Vielleicht stellen Sie nun fest, dass es schon ein Weilchen her ist und die Vielfalt der Arten auch eher zu wünschen übriglässt. Doch das muss nicht so bleiben. Wir erklären Ihnen, wie ein Garten für Schmetterlinge aussehen sollte und welche Blumen besonders gut bei den nützlichen Tieren ankommen.

Welche Rolle spielen Schmetterlinge im Ökosystem?

Schmetterlinge sind ein wichtiger Indikator dafür, wie es unserer Natur geht. Sie spielen eine bedeutende Rolle in unserem Ökosystem. Die fliegenden Tiere sind nicht nur sehr gute Bestäuber, sondern auch eine wichtige Futterquelle für Vögel oder Fledermäuse. Allerdings machen ihnen, wie auch vielen anderen Insekten, die moderne Landwirtschaft, steriles Gartendesign und der Klimawandel das Leben zunehmend schwer. Von den rund 226 einheimischen Tagfalter-Arten gelten mehr als 100 als gefährdet, stark gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht. Zeit also, um zu handeln.

Was kann man tun, um Schmetterlingen zu helfen?

Natürlich hilft es bereits, die richtigen Blumen zu pflanzen. Doch das ist längst nicht alles. Hier ein Überblick, was Schmetterlingen wirklich hilft:

Blumen für Schmetterlinge

Schmetterlinge benötigen Blumen mit nicht gefüllten Blüten. Also solche, bei denen die Staubblätter frei zugänglich sind. Nur so gelangen sie an ihre Nahrung. Doch welche Blumen eignen sich denn nun? Besonders beliebt: Lavendel. Zahlreiche Arten fliegen ihn regelmässig an. Aber auch Disteln oder Beerensträucher stehen hoch im Kurs.

Quelle Bilder:
Lavendel: Pixabay
Distel: Pixabay

Wichtig ist zudem eine durchgehende Blühfolge vom Frühjahr bis in den Spätherbst. Frühblüher wie Lichtnelken und Veilchen bieten bereits im Frühling erste Nahrung. Die Dunkle Weg-Malve blüht von Mai bis September und sät sich selbst wieder aus. So gibt es konstant frische Blüten. Die Hohe Fetthenne sorgt ab Spätsommer bis in den Herbst für Nachschub.

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Lichtnelke: Pixabay
Veilchen: Pixabay
Hohe Fetthenne: Pixabay

Auch an die nachtaktiven Falter sollte gedacht werden: Sie orientieren sich nämlich weitgehend am Duft der Blumen. Geeignete Pflanzen sind etwa das Geissblatt, das mit verschiedenen Arten besticht, oder die Nachtkerze. Beide duften intensiv und blühen zur richtigen Zeit.

Pflanzen für Raupen

Was für Schmetterlinge gut und lecker ist, muss für Raupen nicht unbedingt Teil des Speiseplans sein. Um Schmetterlinge also erfolgreich zu unterstützen, muss auch die Nahrungsgrundlage für die Raupen geklärt sein. Sehr beliebt bei Raupen, weniger bei Menschen, sind Brennnesseln. Aber viele Arten mögen auch Klee, Fenchel oder Dill. Angeknabberte Blätter gehören dabei einfach dazu. Ein in Kauf zu nehmender Preis für mehr Artenvielfalt.

Sie benötigen Hilfe dabei, die geeigneten Blumen für Ihren Garten in oder rund um Zürich zu finden? Kein Problem. Unsere Gartenbau-Profis unterstützen Sie gern.

Nistmöglichkeiten und Winterruhe

Schmetterlinge übernachten, nisten und überwintern gern dort, wo sie ungestört sind. In Totholz, Dachböden oder Gartenhäuschen lässt es sich besonders gut im Winter aushalten. Raupen hingegen überwintern teilweise im Gras oder an Wirtspflanzen. Deshalb sollte man den Schnitt im Frühjahr genau planen, damit die Tiere nicht gestört werden, bevor sie überhaupt schlüpfen.
Wiesen, die nur ein- bis zweimal jährlich geschnitten werden, mäht man am besten in Etappen. Das Schnittgut sollte zudem ein paar Tage liegen bleiben. So haben Raupen und Schmetterlinge Zeit, sich in Sicherheit zu bringen.

Naturnaher Garten

Wie bei vielen anderen Insekten gilt auch bei Schmetterlingen: Ein perfekter Rasen und akkurat geschnittene Hecken mögen zwar ordentlich wirken. Sie bieten aber kaum Lebensraum. Wildblumen, hohes Gras oder eine verwilderte Ecke im Garten sind dagegen ein Paradies für Falter, Bienen und andere Krabbeltiere. Oder anders gesagt: Im Naturgarten fühlen sich die Schmetterlinge wohl.

Wildblumen für Schmetterlinge

Quelle Bild Wildblumen: Pixabay

Achten Sie zudem auf möglichst wenig künstliches Licht. Nachtfalter verlieren bei zu viel Beleuchtung in der Nacht ihre Orientierung. Darum: Haben Sie Mut zur natürlichen Gartenidylle. Mit ein bisschen Wildnis, den richtigen Pflanzen und möglichst wenig Störungen. Dann flattert es bald wieder im Garten.

Quelle Titelbild: Pixabay

Ein wilder, naturbelassener Garten muss nicht ungepflegt wirken. Die Gartenprofis der GGZ Gartenbau Genossenschaft aus Zürich besprechen mit Ihnen die Möglichkeiten und zeigen Ihnen, wie sich Ästhetik und Naturnähe kombinieren lassen.

Grundsätzlich sind die Präferenzen der vielen hundert Schmetterlingsarten so unterschiedlich, dass Sie nicht allen gerecht werden können. Wir helfen Ihnen aber gern mit unserem umfangreichen Know-how, möglichst viele Schmetterlinge in Ihrem Garten willkommen zu heissen. Ganz egal, ob Sie in Zürich oder ausserhalb der Stadt zu Hause sind.

Überlassen Sie die Gartenpflege einfach uns. Unser Gartenbau-Team kümmert sich um Ihre Umgebung und nimmt diverse Aufträge wahr – auf dem Land, in der Agglomeration oder auch in der Stadt Zürich.