Ein warmer Sommertag in Zürich neigt sich dem Ende zu. Es dämmert, die Luft ist noch lau und plötzlich hört man ein lautes Brummen sowie das dumpfe Aufprallen kleiner Körper auf Hauswände, Fenster oder Gartenmöbel. Die Junikäfer sind wieder unterwegs. Kaum zu glauben, dass diese plump wirkenden Käfer, die scheinbar ohne jedes Körperbewusstsein durch die Luft taumeln, tatsächlich grosse Probleme verursachen können. Weshalb Junikäfer als Schädlinge gelten, worin die Gefahr wirklich liegt und was Sie im Garten dagegen tun können, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Sind Junikäfer für Menschen gefährlich?
Um die wichtigste Frage vorab zu klären: Junikäfer sind für uns Menschen absolut ungefährlich. Die braun-glänzenden Insekten sind zwar unbeholfen und fliegen einem schlimmstenfalls ins Gesicht oder verheddern sich in den Haaren, sie beissen oder stechen jedoch nicht.
Wie erkenne ich einen Junikäfer?
Junikäfer sind daran zu erkennen, dass sie deutlich kleiner sind als Maikäfer und einen braun-glänzenden, mit Härchen besetzten Panzer haben. Ausserdem besitzen sie, im Gegensatz zu den Maikäfern, dunkle, unauffällige Fühler.
Welchen Schaden richten Junikäfer an?
Der Junikäfer selbst richtet keinen wirklich grossen Schaden an. Er knabbert zwar gern an Blättern und hemmt damit kurzzeitig das Pflanzenwachstum, das Insekt ist aber so kurzlebig, dass es keine umfassenden Schäden anrichten kann und sich die Pflanzen schnell erholen können. Viel problematischer sind die Larven des Junikäfers, die Engerlinge. Deren Leibspeise sind Wurzeln und Knollen. Dabei sind sie nicht wählerisch. Die Folgen sind gravierend: Rasenflächen werden braun und sterben ab, Zierpflanzen kümmern oder gehen ein und im Nutzpflanzenanbau können erhebliche wirtschaftliche Schäden entstehen.
Wie man Junikäfer loswird
Den Junikäfer selbst wird man nur sehr schwer wieder los. Deshalb beginnt die Bekämpfung des Insekts bei seinen Larven. Junikäfer legen die Eier nämlich vorzugsweise in lockeren, sandigen Boden, beispielsweise in Rasen, wo die cremefarbenen Larven in Ruhe schlüpfen und sich anschliessend vollfressen können. Mit den folgenden drei Methoden rücken Sie den Vielfrassen zu Leibe:
Quelle Bild Larven Junikäfer: Pixabay
Ein starker Rasen gegen Eiablage
Ein dichter, gesunder Rasen ist die beste Abwehr gegen Junikäfer. Wird er nicht zu kurz geschnitten und regelmässig gepflegt, erschwert die starke Grasnarbe den Käfern das Ablegen ihrer Eier. Studien zeigen, dass sich der Befall so um bis zu 70 Prozent reduzieren lässt.
Nematoden – mit Würmern gegen die Larven
Eine besonders wirksame Methode im Kampf gegen Engerlinge ist der Einsatz von Nematoden. Dabei handelt es sich um winzige Fadenwürmer, die in die Larven eindringen und ein Bakterium freisetzen, das diese abtötet. Nematoden sind ungefährlich für Menschen, Haustiere und Pflanzen, aber äusserst effektiv gegen die Schädlinge. Sie lassen sich einfach über das Giesswasser in den Boden einbringen und wirken innerhalb kürzester Zeit.
Quelle Bild Nematod: Wikimedia
Schaffen Sie die Bedingungen für natürliche Feinde
Mäusen, Igeln oder Vögeln schmecken die Larven hervorragend. Die ausgewachsenen Junikäfer werden hingegen von Fledermäusen gern gefressen. Am besten sorgen Sie also dafür, dass sich diese Tiere besonders wohl in Ihrem Garten fühlen. So können Sie den Schädlingen auf natürliche Weise Einhalt gebieten.
Vorsicht bei radikalen Methoden
Varianten wie die Behandlung mit der Gartenfräse sollten nur im äussersten Notfall in Betracht gezogen werden, da der Boden danach sehr lange regenerieren muss. Setzen Sie, wenn es geht, immer auf eine schonende Methode.
Bekämpfung von Engerlingen im Sportrasen
Für Sportrasen hat sich vor allem die biologische Bekämpfung mit dem Pilz Metarhizium anisopliae bewährt. Er ist ein natürlicher Gegner der Engerlinge, kommt natürlicherweise im Boden vor und ist für Menschen sowie für andere Tiere und Pflanzen ungefährlich.
Der Pilz ist auf sterilisierten Gerstenkörnern aufgebracht, die in den Boden eingearbeitet werden. Bei warmen Temperaturen und genügend Feuchtigkeit breitet sich der Pilz dann flächendeckend aus und befällt die Engerlinge. Besonders praktisch: Bei optimalen Bedingungen halten sich die Pilze mehrere Jahre im Boden.
Unsere Gartenpflegeprofis schauen sich die Situation direkt bei Ihnen an. Egal, ob Sie in der Stadt Zürich wohnen oder im Zürcher Oberland: Wir entscheiden mit Ihnen gemeinsam, welche Massnahmen sinnvoll sind und wie Sie künftigen Befall vermeiden können.
Unser Gartenpflegeteam übernimmt die regelmässige Pflege Ihres Rasens – von der Düngung über das Mähen bis hin zur Behandlung gegen Schädlinge.
Die Gartengestalter der GGZ Gartenbau Genossenschaft aus Zürich entwickeln mit Ihnen zusammen ein massgeschneidertes Gartenkonzept. Ob komplette Neugestaltung oder entsprechende Anpassungen – wir sorgen dafür, dass Ihr Garten wieder Freude bereitet.





