Aufmerksame Pflanzenfreunde wissen, dass viele Blumen, Sträucher und Bäume keine Staunässe mögen. Deshalb ist die Bodenbeschaffenheit entscheidend – entspricht sie nicht den Bedürfnissen der Bepflanzung, muss eine Drainage verlegt werden. Eine Drainage kann jedoch nicht nur in diesem Fall sinnvoll oder notwendig sein, sondern auch dann, wenn Regenwasser auf einem Grundstück nicht richtig abläuft und sich Staunässe grossflächig bildet. Schwere Böden und stehendes Wasser können nämlich nicht nur Pflanzen schädigen und Gartenbewohnern nasse Füsse bescheren, sondern im schlimmsten Fall auch hohe Schäden an Gebäuden verursachen. Doch ab wann ist eine Drainage sinnvoll? Wie verlegt man sie? Und wohin geht es mit dem Wasser? Wir klären die wichtigsten Punkte zu diesem Thema.
Was ist eine Drainage?
Eine Drainage leitet überschüssiges Wasser ab, das vom Boden nicht aufgenommen werden kann oder aufgrund seiner Beschaffenheit nicht auf natürliche Weise versickert. So werden Schäden an Gartenflächen, Wegen oder Gebäuden verhindert.
Das System besteht in der Regel aus gelochten Rohren, die unterirdisch verlegt werden, um das Wasser gezielt abzuleiten.
Was muss man vor dem Verlegen einer Drainage beachten?
Grundsätzlich muss erst einmal geprüft werden, ob das Verlegen einer Drainage respektive die Art und Weise, wie man das Wasser abführen möchte, erlaubt ist. Denn beispielsweise für Versickerungsanlagen ist eine Gewässerschutzbewilligung notwendig. Und auch andere Massnahmen können eine Reihe an rechtlichen Fragen aufwerfen und damit schnell aufwendig und teuer werden. Grundwasservorkommnisse, Überschwemmungsschutz oder das Einleiten von Wasser in Gewässer oder ins Abwasser sind nicht zu unterschätzende Faktoren, die im Vornherein geregelt werden müssen.
Am besten setzen Sie sich mit einem Profi in Verbindung, der die gesetzlichen Gegebenheiten kennt und Sie somit kompetent unterstützen kann. Auch wir von der GGZ Gartenbau Genossenschaft aus Zürich unterstützen Sie gern bei Ihrem Vorhaben.
Entwässerung mit Drainage: Wohin mit dem Wasser?
Wohin soll das Wasser mit der Drainage abgeführt werden? Soll es durch eine Versickerungsanlage laufen, die das Wasser kontrolliert in den Boden zurückführt? Muss es in ein anderes Gewässer eingeleitet werden, was auf jeden Fall eine Bewilligung benötigt? Oder ist eine Zisterne, die das Wasser auffängt und für die Gartenbewässerung nutzbar macht, die richtige Lösung? Machen Sie sich rechtzeitig darüber Gedanken und lassen Sie sich hierzu unbedingt beraten.

Quelle Bild Kunststoffzisterne: Wikimedia
Wie verlegt man eine Drainage richtig?
Damit eine Drainage ihre Funktion zuverlässig erfüllt, muss sie fachgerecht geplant und verlegt werden. Am besten wird zuerst festgelegt, wie tief die Drainage sein muss und wie sie verläuft. Die Tiefe bestimmt sich dadurch, ob ein Gartenteil entwässert werden soll oder ob die Drainage dazu dient, das Fundament eines Gebäudes zu schützen. Der tiefste Punkt ist jedoch in jedem Fall der Entwässerungspunkt.
Danach wird ein Graben entlang des zu entwässernden Bereichs ausgehoben. Dieser sollte ein leichtes Gefälle von mindestens 0,5 Prozent, besser jedoch von 2 bis 3 Prozent aufweisen, damit das Wasser ungehindert abfliessen kann. Das Gefälle sollte regelmässig mit einer Wasserwaage überprüft werden.
Auf den Grabenboden kommt eine Schicht aus grobem Kies oder Splitt, womit auch das Gefälle hergestellt werden kann. Darauf wird das speziell gelochte Drainagerohr gelegt, wobei die Lochungen nach unten zeigen. Anschliessend wird der Graben mit weiterem Kies oder Splitt bis etwa 10 bis 15 Zentimeter oberhalb des Rohrs aufgefüllt.
Um zu verhindern, dass Feinteile das Rohr verstopfen, wird die Kiesschicht mit einem wasserdurchlässigen Vlies abgedeckt. Dadurch kann das Wasser gut in den bereits geplanten Bereich abfliessen.
Danach wird der Graben mit Erde aufgefüllt und der Bereich kann wieder bepflanzt oder befestigt werden.
Wichtig: Jede Drainage sollte über einen Kontroll- und Revisionsschacht verfügen, damit sie bei Bedarf gespült und gewartet werden kann.
Quelle Titelbild: Wikimedia
Generell gilt es abzuklären, welche Situation vorherrscht und welche rechtlichen und baulichen Bestimmungen gelten. Als Profis stehen Ihnen die Gartenbauer der GGZ Gartenbau Genossenschaft gern zur Seite und setzen Ihr Projekt bei Bedarf auch um – in und rund um Zürich.
Ärgerlich, aber lassen Sie uns das Problem gemeinsam suchen. Als Gartenbau-Experten analysieren wir die Situation vor Ort und finden die passende Lösung.
Natürlich. Kontaktieren Sie uns und wir tauschen uns über Ihr Projekt aus.

