Es gibt sie in verschiedenen Farben, sie sind unfassbar anpassungsfähig und deshalb sowohl in der Stadt Zürich als auch auf dem Land zu finden. Aber an unseren Pflanzen sind sie denkbar unbeliebt: die Blattläuse.

Wie erkenne ich, ob ich Blattläuse im Garten habe?

Allein in Europa existieren über 800 Arten dieser Schädlinge und kaum eine Pflanze ist vor ihnen sicher. Zu erkennen, ob eine Pflanze von Blattläusen befallen ist, ist meistens auch nicht schwierig. Denn eine Blattlaus kommt selten allein und die grünen, gelben, braunen oder je nach Art sogar schwarzen Tiere sitzen dicht gedrängt auf Blatt und Stiel. Häufig findet man sie auch auf der Blattunterseite, wo sie etwas schlechter sichtbar sind. Ein weiterer Hinweis kann ein auffällig grosses Aufkommen von Ameisen an der Pflanze sein.

Woher kommen plötzlich Blattläuse?

Blattläuse werden von jungen und zu schnell gewachsenen Pflanzen angezogen. Deren Zellwände sind dünn, wodurch der bei Blattläusen so beliebte Pflanzensaft leicht zugänglich ist. Oder sie waren schlichtweg bereits vorher da und haben in oder an der befallenen Pflanze überwintert.

Welche Läuse hat meine Pflanze?

Laus ist nicht gleich Laus: Sitzen weisse Wattebäuschchen auf Ihrer Pflanze oder Tiere mit gut getarnten Panzern, handelt es sich eher um Woll- oder Schildläuse. Blattläuse hingegen sind meist grün oder dunkel und treten in grösseren Gruppen auf, sie sind also gut erkennbar. Wie bereits erwähnt, gibt es in Europa über 800 verschiedene Blattlausarten. Die Farben können stark variieren und einige Arten können sogar, wenn auch nur zeitweise, fliegen.

Viele Blattläuse werden nach ihrer bevorzugten Wirtspflanze benannt. So heissen sie eingängig etwa Gurkenblattlaus, Salatblattlaus oder Bohnenblattlaus. Letztlich befallen Blattläuse jedoch fast jede Pflanze, wenn die Bedingungen günstig sind. Selbst Zimmerpflanzen können den kleinen Vielfrassen zum Opfer fallen.

Quellen Bilder:
Wolllaus: Wikimedia
Schildlaus: Wikimedia
Gurkenblattlaus: Wikimedia
Salatblattlaus: Wikimedia
Bohnenblattlaus: Wikimedia

Welchen Schaden machen Blattläuse?

Blattläuse schaden Pflanzen weniger dadurch, dass sie ihnen Pflanzensaft entziehen, sondern vor allem, weil sie Viren übertragen oder durch ihren zuckerhaltigen Honigtau Pilzbefall fördern. Das kann zur Verkümmerung, Verwelkung oder gar zum Absterben der Pflanze führen.

Wie werde ich Blattläuse schnell los?

Blattläuse sind für viele Insekten eine wertvolle Nahrungsquelle, weshalb die Chancen gut stehen, dass Sie die Tierchen von allein wieder loswerden. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, beispielsweise weil Ameisen die Schädlinge verteidigen, holen Sie sich am besten Rat. Wir von der GGZ Gartenbau Genossenschaft aus Zürich sind gern für Sie da. Oder Sie testen einen der folgenden Tipps:

Mit Nützlingen gegen Schädlinge

Am wirkungsvollsten ist es, wenn natürliche Fressfeinde der Blattläuse zum Einsatz kommen. Sorgen Sie daher bereits im Vorfeld dafür, dass sich Marienkäfer und deren Larven, Florfliegen und Ohrenkneifer in Ihrem Garten wohlfühlen. Verschiedene Blütenpflanzen, Insektenhotels und Florfliegenkästen bieten ideale Lebensräume. Auch Schlupfwespen sind ein effizientes Mittel gegen Blattläuse, welches bei Fachhändlern erworben werden kann. Achten Sie dabei jedoch unbedingt auf seriöse Anbieter.

Quellen Bilder:
Marienkäfer: Pexels
Larve Florfliege: Wikimedia
Ohrenkneifer: Wikimedia

Wasser marsch!

Wasser mögen Läuse gar nicht. Und da sich die Tiere an der Pflanze nicht gut festhalten können, ist eine umfassende Dusche eine effiziente Lösung gegen die Schädlinge. Wenn sie ausserdem nicht fliegen können, ist der Weg vom Boden zurück zur Pflanze für die Blattläuse quasi unüberwindbar. Aber seien Sie vorsichtig und achten Sie darauf, nur die Blattläuse wegzuwaschen und nicht die Pflanze zu ertränken.

Radikale Wege und altbewährte Hausmittel

Stark befallene Triebe einfach abzuschneiden, klingt radikal, reduziert aber mit einem Handgriff die Anzahl der Blattläuse massiv – ein effizienter Weg, um den Befall zu dezimieren.

Bewährte Hausmittel sind etwa Präparate mit Rapsöl oder Seife, die die Atemöffnungen der Blattläuse verstopfen, Brennnesselsud oder Knoblauch, die durch ihren Geruch abschreckend wirken, sowie Essig- oder Milchmischungen, deren Säure den Panzer der Tiere angreift.

Aber auch hier bitte vorsichtig sein: Zu stark konzentrierte Säuren können auch der Pflanze schaden.

Prävention gegen Befall im Frühjahr

Oft kann einem übermässigen Befall von Läusen vorgebeugt werden, indem im Herbst respektive Winter die richtigen Vorkehrungen getroffen werden. Denn die Tiere legen ihre Eier meistens an Gehölzen ab. Das gründliche Abbürsten von Obstbaumstämmen vor dem Weissanstrich oder das Einsprühen der Pflanzen mit einem Pflanzenölpräparat kann wahre Wunder bewirken. Aber: Gehen Sie sparsam mit Dünger um – zu schnell gewachsene Pflanzen haben dünne Zellwände und sind daher ein wahres Buffet für die Blattläuse.

Keine Chemie!

Der Markt bietet eine Vielzahl an chemischen Mitteln zur Bekämpfung von Blattläusen und ein Griff ins Regal scheint eine einfache Lösung zu sein. Verzichten Sie jedoch darauf. Denn diese Präparate wirken nicht selektiv. Sie vernichten auch Nützlinge und sind somit nicht nur kontraproduktiv, sondern auch für das ökologische Gleichgewicht nutzlos.

Quelle Titelbild: Wikimedia

Es gibt verschiedene Methoden, um das Blattlausrisiko in Ihrem Garten zu minimieren: von Präventionsmassnahmen über Pflege bis hin zu Diversität in der Bepflanzung. Bei all diesen Massnahmen helfen Ihnen die Gartenpflegeexperten der GGZ Gartenbau Genossenschaft gern – egal, ob Sie einen kleinen Stadtgarten in Zürich haben oder eine grosse Anlage auf dem Land besitzen.

Selbstverständlich unterstützen Sie unsere Gartenpflege-Profis bei der Bestimmung und Ausführung der richtigen Methode gegen den Blattlausbefall.

Kontaktieren Sie unsere Gartenbauer. Wir sehen uns die Situation vor Ort an und entwerfen das passende Konzept, um Ihrem Garten nicht nur neues Leben einzuhauchen, sondern es den Blattläusen künftig auch möglichst schwer zu machen.